Die Erfolgs-Vibes des Kölner Elektro-Clubs „Bootshaus“

Seit 22 Jahren hat der Kölner Elektro- und Event-Club „Bootshaus“ seinen Standort im rechtsrheinischen Auenweg. Regelmäßig wird die angesagte Ausgeh-Location unter die Top Ten der weltweit führenden Clubs gewählt. 2024 wurde das Bootshaus als Deutschlands bester Club ausgezeichnet und international mit dem fünften Platz geehrt. Laut Fachmedium „DJ Mag“ rangiert er aktuell auf Rang 7. Ein Ritterschlag für eine lange Erfolgsgeschichte, die nicht nur die lokale Musikszene elektrisiert, sondern auch jede Menge Tourist:innen ins Deutzer Stadtteil der Domstadt zieht.

 

Sub- und Popkultur 

„Der elektronische Markt ist Business geworden und aus ehemaliger Sub- ist Popkultur entstanden“, erzählt der 53-Jährige gegenüber Medienvertretern über Veränderungen der Musikbranche seit den 90er Jahren. Damals seien Discos soziale Treffpunkte gewesen, wohingegen heute Event- und Erlebniskonzepte nachgefragt seien. Diverse Genres werden im Bootshaus abgedeckt: Elektronisches Techno, Bounce, EDM, Afro, House inklusive ihrer facettenreichen Sparten.

 

Sound- und Lichtdesign

Das „Poppige“ markiere dabei ein Stück weit die Professionalisierung, etwa beim Booking der Künstler:innen, sowie die Tendenz zur Industrialisierung, so Thomas. Damit ist die Wertigkeit der Produktion des jeweiligen Musik-Acts gemeint, vergleichbar mit der Inszenierung an einem Filmset. Inspiration würde sich sein Team in der mittlerweile „explodierenden“ Festivallandschaft holen. Aber für die dekadenübergreifende Strahlkraft des Nachtlebens im Bootshaus muss natürlich exzellente Qualität garantiert sein. „Technik und Ton sind bei uns State-of-the-Art“, unterstreicht der Clubchef. Sound- und Lichtdesign werden ganzheitlich auf jeden Auftritt oder auf jedes Bühnenprojekt individuell abgestimmt.

 

Cafe de Paris und Vanity

Rund 120 Festangestellte, über 600 Minijobber sowie 150 Fachfirmen und Freelancer jongliert Tom Thomas, der in Köln geboren und aufgewachsen ist. Während des BWL-Studiums entdeckte er seine Liebe zu Beats, Vibes und zur Gastronomie. Neben dem Bootshaus ist er zudem Gastgeber des „Café de Paris“ an der Ehrenstraße und managt das Clubbing im „Vanity“ auf dem Hohenzollernring. Mit seinem Gespür für Trends und Talente, um am Puls der Zeit zu bleiben, hat er in über 30 Jahren immer wieder Neues kreativ geschaffen, um die Bedeutung des Nachtlebens kontinuierlich als Teil der Kölner Kulturgeschichte zu positionieren.

 

Text/Fotos: Ariane Günther

Medium der Erst-Veröffentlichung:

https://koeln-magazin.de/news/15-jahre-koelner-bootshaus-und-30-jahre-tom-thomas

 

 

 

Seit über 30 Jahren ist Tom Thomas (2.v.l.) als Manager für Kölns Nachtleben und Clubbing erfolgreich. Mit einem Teil seines Marketing- und Führungsteams (v.l. Angie Schulz, Daniel Busenthür, Niclas Aigner) wurde im gleichfalls party- und discotauglichen Gewölbekeller des Cafe de Paris eine Bestandsaufnahme zum Bootshaus“ gemacht.