Die WIZO ist die größte jüdische Frauenorganisation der Welt und seit mehr als 100 Jahren eine tragende Säule der sozialen Infrastruktur in Israel. Die internationale Organisation wurde 1920 gegründet und arbeitet überparteilich, überreligiös und unabhängig von Herkunft oder sozialem Hintergrund. In 38 Ländern ist die WIZO durch nationale Föderationen vertreten, um gezielt Projekte in Israel durch Spenden und Fundraising-Aktivitäten zu unterstützen. Die Kölner Gruppe gehört zu den stärksten der sechs WIZO-Gruppen Deutschlands. Zum 44. Kölner WIZO-Ball waren 300 Gäste geladen, die das herausragende Engagement für Kinder, Jugendliche, Frauen und ältere Menschen in Israel mit 220.000 Euro eingenommenen Spendengeldern honorierten. Dabei wurden über 100 Patenschaften à 500 Euro abgeschlossen. Damit können Kinder ein Jahr lang in einer sozialen Einrichtung von der WIZO betreut werden.
„Doing What Matters“ für die Benefizgala durch (von links) Vizepräsidentin der WIZO Deutschland Orly Licht, NRW-Innenminister und Schirmherr Herbert Reul, Präsidiumsmitglied Trude Lehrer, Moderatorin Bettina Böttinger und dem Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester.
NRW-Innenminister Reul sieht WIZO-Schirmherrschaft als Auftrag
Zu den prominenten Gästen, die Orly Licht als Vizepräsidentin der WIZO Deutschland mit ihrem Team um Präsidiumsmitglied Trude Lehrer – Gattin von Abraham Lehrer, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland sowie von der Synagogen-Gemeinde Köln – eingeladen hatte, gehörte NRW-Innenminister Herbert Reul. „Erstens passiert es nicht jeden Tag, dass man gefragt wird. Und zweitens ist es eine Selbstverständlichkeit und Ehre, aber auch ein Stück Auftrag. Die Zukunft der Gesellschaft hängt von den Kindern ab“, sagte Minister Reul über seine Charity-Schirmherrschaft in diesem Jahr. Zum ersten Mal dabei war der Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester.
Kölner OB Burmester zitiert jüdischen Sänger Leonard Cohen
In seiner Festansprache in der Wolkenburg zitierte das neue Oberhaupt der rheinischen Domstadt den jüdischen Sänger und Songwriter Leonard Cohen. Im Lied „Anthem“ (englisch für Hymne) heißt es im Originaltext von 1992: „There`s a crack in everything. That`s how the light get in.“ Es gibt überall einen Riss. Dadurch kommt Licht herein. Bewegende Zeilen, die Unvollkommenheit eine Hoffnung geben sollen. Burmester betonte hinsichtlich der belastenden Ereignisse nach dem 7. Oktober 2023, dass Kinder das Recht hätten, unbeschwert und fröhlich aufzuwachsen. „Die Flagge Israels wird bis auf Weiteres vor dem Kölner Rathaus wehen“, so Burmester.
Bettina Böttinger erinnert Gäste an das Fest der Lebensfreude
Durch den Abend führte zum zweiten Mal nach 2023 Moderatorin Bettina Böttinger, die das Publikum stets zu Spenden und zur Übernahme von Patenschaften für Kinder in Israel animierte. Ihr Engagement war zudem zum zweiten Mal rein ehrenamtlich. Sie erinnerte vor allem die Besucher:innen daran, dass die Gala ein Fest der Lebensfreude sei als auch ein Bekenntnis zum Leben an sich. Nur zu gut sei ihr die Veranstaltung im Herbst 2023 im Gedächtnis geblieben. Als Zeichen für tief empfundene Solidarität und zum Ausdruck der Trauer war damals gemeinschaftlich auf das Tanzen verzichtet worden.
Text/Fotos: Ariane Günther, WIZO
Medium der Erst-Veröffentlichung:
https://koeln-magazin.de/news/44-wizo-ball-in-der-koelner-wolkenburg



