Der Alpenhof Murnau – „Sanambient“-Genesung genießen im Land des Blauen Reiters

Ariane Günther: Herr Bär, was begeistert sie als gebürtiger Murnauer an Ihrer Heimat?

Christian Bär: Murnau ist nicht nur meine Heimat, sondern ein Ort, an dem man ganz schnell sein Herz verlieren kann. Die Vielfalt heißt jeden sofort willkommen, Museum oder Manufaktur, Sport und Schlemmen. Der Alpenhof schafft dabei das Ambiente, damit sich jeder in den Reichtum der Region verliebt. Dabei besteht für mich die Magie vor allem im Naturerlebnis selbst. Die direkt von unserem Haus aus zu beobachtenden tages- und jahreszeitlich changierenden Farb- und Lichtspiele sind eine faszinierende Attraktion.

AG: Als Hommage an die geheimnisvolle Landschaft, der sich schon die Blauen Reiter-Expressionisten Anfang des 20. Jahrhunderts verbunden fühlten, hat der Alpenhof einen Schnepfenvogel gewählt.

CB: Ich darf verbessern, der Große Brachvogel hat es als Symbol für die Symbiose zwischen Malerland und Hideaway-Hotellerie auf unser Logo geschafft. Wir verstehen ihn mit seinem langen, markant nach unten gebogenen Schnabel als Vorbild darin, den idealen Lebensraum gefunden zu haben. Übertragen auf den Menschen heißt es, dass ein Alpenhof-Aufenthalt vis à vis zum Murnauer Moor mit seinen atmosphärischen Nebelschwaden und der Nähe zum See von Anfang an das Gefühl vermittelt, angekommen zu sein, was einfach Luxus pur bedeutet.

AG: Kommen denn dann vor allem Outdoor-Fans oder auch Ornithologen auf der Suche nach Ihrem Alpenhof-Wappentier?

CB: Unsere Gästestruktur ist diversifiziert, wobei sicherlich die Begegnung mit der Natur für die meisten im Vordergrund steht. Ob in Bergstiefeln, Badesachen, auf dem Mountainbike oder mit Golfschlägern: Aktivitäten in der charmanten Landschaft mit dem Plus sinnlicher Facetten gehören zur Urlaubsmotivation. Daher zählen neben Familien auch Paare zu unserem Stammpublikum, deren Eltern wir schon gekannt haben und die immer schon starkes Interesse an Kunst- und Kulturaspekten im sogenannten Blauen Land hatten.

AG: Würden Sie unterschreiben, dass der im Alpenhof gelebte herzliche Verwöhnmoment pandemisch bedingt mutiert worden ist?

CB: Ich hoffe, Sie richtig zu verstehen, denn seit der Wiedereröffnung Mitte Mai 2021 waren wir in einigen unserer 104 Zimmerkategorien so gut wie durchgängig ausgebucht. Die Großzügigkeit des Hotel-Grundstücks gepaart mit der Weite der Alpinkulisse stellte nach der Lockdown-Isolierung ein Stück persönlicher Freiheit wieder her. Nicht nur die individuelle Aura will endlich wieder berücksichtigt werden, sondern unsere Küchenkulinarik vermag mit bodenständigen und internationalen Spezialitäten ein Pendant zu Corona-Entbehrungen sein.

Die Gaumenfreuden zaubern dann hoffentlich auch wieder Lächeln hervor. Diesbezüglich gebe ich Ihnen Recht, die Maskenpflicht hat menschliche Mimik praktisch einfrieren bzw. den Menschen verstummen lassen.

AG: Braucht vielleicht sogar die Hotellerie insgesamt mehr Stimme

CB: Als Kreisvorsitzender der Dehoga Garmisch-Partenkirchen kann ich gar nicht oft genug sagen, dass unsere Branche in Berlin Gehör finden muss. Wie kann es sein, dass es in Deutschland kein Ministerium für Tourismus gibt? Warum wird das Hotel- und Gastgewerbe nicht als systemrelevant eingestuft, wenngleich bekannt ist, dass ein touristischer Aufenthalt immer als Energiespender funktioniert. Körperliches und seelisches Wohlbefinden garantieren präventiv eine höhere Robustheit. Heutzutage heißt es ja wohl Resilienz in der Fachsprache.

AG: Sie kennen sich medizinisch gut aus?

CB: Ich wollte von klein auf Hotelier werden, in einer großen Medizinerfamilie. Nicht zuletzt setzt der Alpenhof Akzente auf Spa-Behandlungen. Ausgewählte Treatments können Vitalfunktionen unterstützen, da bin ich ganz sicher. Die eigene Widerstandskraft stärken, innerlich, mental wie auch unbedingt die Physis in den Mittelpunkt stellen.

Passend dazu wurde unser neues Rehakonzept „Sanambient“ aktuell fertiggestellt. Wir unterstützen Patienten bei ihrem Heilungs- und Regenerationsprozess, die sich einer Anschluss-Behandlung in einer hiesigen Klinik unterziehen. Als Gast in unserem Haus kümmert sich ein extra Service-Team um den Alltag, der nach OP-Eingriffen oft eingeschränkt ist. Ein Fahrdienst zu ambulanten Maßnahmen ist eingerichtet, Einkäufe werden erledigt. Unser Ziel ist es, dass durch das harmonische Urlaubsumfeld die Gesundheit nachhaltig rehabilitiert wird.

AG: Vielen Dank für Ihre Zeit für unser Gespräch, Herr Bär.

 

https://www.sanambient.com/

Bildquelle für alle Hotelfotos (c)_Alpenhof Murnau